Judith Eiblmayr, Peter Payer

Der Donaukanal

Die Entdeckung einer Wiener Stadtlandschaft

Mit einem Essay in Texten und Bildern von Christiane Zintzen.

»Wien liegt am Donaukanal und nicht an der Donau«, stellte der Schriftsteller Friedrich Torberg Anfang der 1980er-Jahre unmissverständlich klar. Wie gebannt hatte man jahrhundertelang auf den großen europäischen Strom geblickt und dabei geflissentlich seinen stadtnächsten Abzweigung, die »kleine Donau«, übersehen. Lange Zeit war der Kanal als überlebenswichtige Verkehrsader an der Stadt vorbeigeflossen, allenfalls die Mauern der mittelalterlichen Befestigungsanlagen gleichsam nur touchierend, ehe er im 19. Jahrhundert, im Zuge der Großstadtwerdung von Wien, in das Gemeindegebiet integriert wurde. Von nun an floss er in und nicht mehr neben der Stadt. Welche Auswirkungen dies hatte und bis heute hat, wie der Donaukanal sein Umfeld zu prägen begann und sich die Bevölkerung und mit ihr die Stadtplanung allmählich seiner bemächtigte, ist Thema des vorliegenden Buches.

Es ist eine Entdeckungsreise entlang des Kanals, bei der nachvollzogen werden kann, wie sich Funktion und Image des Gewässers grundlegend wandelten: Von seiner städtebaulichen Umgestaltung um 1900 und der architektonischen Bedeutung als Standort repräsentativer Gebäude und Brücken über seine wirtschaftliche Entwicklung als Schiffsstraße und die abwechslungsreiche soziale Nutzung am und im Wasser bis hin zum jüngsten kommerziellen Aufschwung durch die Etablierung einer eigenständigen Lokalszene.


Der Donaukanal
Metroverlag
Judith Eiblmayr, Peter Payer
Der Donaukanal
Die Entdeckung einer Wiener Stadtlandschaft
Gebunden mit Schutzumschlag
160 Seiten
Format 16,5 x 21 cm
Preis25,00 EUR
ISBN978-3-99300-031-8

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