Christoph Braendle

Das Wiener Dekameron

Über Wien ist ein unsagbares Unglück hereingebrochen. Es hat die sozialen Netze zerrissen und breite Bevölkerungsschichten verarmen und ins Elend stürzen lassen. In einem vornehmen Pensionistenheim in Döbling sind nur noch sieben Damen und drei Herren übrig geblieben. Stunde um Stunde verbringen sie allein auf ihren Zimmern, bis eines Tages die Älteste alle zusammenruft. Sie schlägt vor, dass man sich zehn Tage lang jeden Nachmittag im Garten der Pension treffe, um einander Geschichten zu erzählen. Nicht irgendwelche Geschichten, sondern erotische. Gesagt, getan: Das Wiener Dekameron beginnt.Die Erzählungen des bekannten Autors Christoph Braendle sind ein Gespinst aus historischen Wahrheiten und Fabulierkunst und handeln von unterschiedlichsten erotischen und sexuellen Facetten: von der Entjungferung im Riesenrad, gewagten Spaziergängen durch das nächtliche Wien oder einer Künstlerloge im Hotel Orient. Die Mutzenbacherin, Casanova, Mozart, Schubert und Grillparzer – alle kommen vor.

Durch die erzählerische Verbindung von menschlichen Begierden und geschichtlichen Anekdoten schafft Braendle stets die Gratwanderung, die beschriebene Erotik nicht ins Ordinäre abgleiten zu lassen. Eine Qualität des Buches, die, so der Autor, auch der musikalischen Eleganz der Wiener Sprache geschuldet ist (…) Und es scheint, als ob »Das Wiener Dekameron« seinen Charme auch diesem Grunde zu verdanken hat: Weil es aus der Feder von einem stammt, dem Wien gerade nicht in die Wiege gelegt wurde.

Julia Zarbach, Ex Libris


Das Wiener Dekameron
Metroverlag
Christoph Braendle
Das Wiener Dekameron
Gebunden mit Schutzumschlag und Lesebändchen
320 Seiten
Format 11,5 x 18,5 cm
Preis19,90 EUR
ISBN978-3-99300-061-5

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