Edvarts Virza

Straumēni

»Nachdem Straumēni den ganzen Sommer nur das Blau des Himmels als Dach über sich gehabt hatte, zog sich bei Herbstanbruch das Leben zusammen wie sich ein Igel zusammenrollt, wenn er das Herannahen eines Menschen bemerkt.«

Edvarts Virza (1883–1940) schuf mit dem Prosapoem »Straumēni« eine Hymne auf das bäuerliche lettische Leben. Er beschreibt einen Jahreslauf auf dem zemgalischen Gehöft Straumēni Mitte des 19. Jahrhunderts, verknüpft Kindheitserinnerungen mit Erzählungen seiner Großeltern und folgt dem Takt der Natur. Nicht ein einzelner Bewohner, sondern der Hof selbst wird zur Hauptfigur. Jedes Mitglied der Hausgemeinschaft hat seine zugewiesene Aufgabe zu verrichten, und die Erfüllung birgt eine eigene Schönheit und verleiht Lebenssinn. Virza gibt alles wieder, was auf dem Hof vor sich geht: Es summt und raschelt, knistert, duftet und klingt  – ein Sprachstrom, unaufhaltsam wie der Fluss Lielupe, der sich durch die Wiesen um Straumēni schlängelt.

Originaltitel: Straumēni (1933), aus dem Lettischen und mit einem Nachwort von Berthold Forssman.


Straumēni
Guggolz Verlag
Edvarts Virza
Straumēni
Gebunden mit Lesebändchen
333 Seiten
Preis25,00 EUR
ISBN978-3-945370-25-4

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