Jörn Dege, Mathias Zeiske und Jan Wenzel (Hg.)

Das Jahr 1990 freilegen

Vergleicht man die Jahre 1989 und 1990, fällt auf, dass sie in der kollektiven Erinnerung höchst unterschiedlich präsent sind. Die meisten können sich das Jahr ’89 rasch ins Gedächtnis rufen. Das Jahr 1990 dagegen lässt sich ungleich schwerer auf einen Nenner bringen: Die Ereignisse überschlagen sich oder reißen unvermittelt ab. Das Gedächtnis, fasst ein solches Jahr nur schwer.

 

Basierend auf Lektüren von: Kurt Biedenkopf, Thomas Brasch, Timothy Garton Ash, Martin Gross, Wolfgang Fritz Haug, Birgit Lahann, Heidi Paris, Thomas Rosenlöcher, Einar Schleef, Rolf Schneider, Gabriele Stötzer, u.a.

Mit 32 Geschichten von Alexander Kluge und Fotografien von Christian Borchert, Christiane Eisler, Gerhard Gäbler, Silke Geister, Anselm Graubner, Martin Jehnichen, Harald Kirschner, Ute Mahler, Tomki Němec, Jens Rötzsch, Andreas Rost, Einar Schleef, Michael Schmidt, Gundula Schulze-Eldowy, Martin Zitzlaff, u. a.

Editiert von Jan Wenzel in Zusammenarbeit mit Jan-Frederik Bandel, Anne König, Christin Krause, Elske Rosenfeld, Andreas Rost, Wolfgang Schwärzler, Monique Ullrich und Anna Magdalena Wolf. Gestaltung: Wolfgang Schwärzler, camelot

 

Pressestimmen:

Im Leipziger Verlag Spector Books erscheint jetzt ein Buch, für dessen fast 600 Seiten man sich viel Zeit nehmen sollte, am besten wohl ein ganzes Jahr.

Steffen Siegel, taz

 

Es gibt viele Bücher über die deutsche Vereinigung. Aber ein Geschichtsbuch wie diese Text-Bild- Collage gab es noch nicht. Texte und Bilder wurden auf großen Seiten neben- und durcheinander zu einem Lesebuch montiert, in dem man schnell versinken und sich vergessen, zu dem man immer wieder zurückkehren kann und stets Neues entdecken wird … Das Buch sei, schreibt Jan Wenzel, der Versuch, seiner „Lektüreerfahrung eine Form zu geben, ein performatives Lesen“. Herausgekommen ist eines der aufregendsten und aufschlussreichsten Geschichtsbücher der letzten Jahre.

Jens Bisky, Süddeutsche Zeitung 

 

Gegen das Verschwinden der nacheruptiven Monate 1990 aus dem deutschen Gedächtnis stemmt sich ein gewaltiges Monument aus Papier: Das Jahr 1990 freilegen, so heißt der außergewöhnliche, völlig neuartige, voluminöse Band. Im Titel trägt er schon seine Mission: Es ist eine Archäologie jener Wochen und Monate bis zur ersten gesamtdeutschen Bundestagswahl am 2. Dezember 1990. Die Rudimente und Artefakte jener Übergangszeit werden hier ausgegraben und entstaubt – großartige Fotografien und zeitgenössische Texte, Tagebucheinträge, Interviews von damals, Memoiren, Zeitungsartikel ergeben eine gleichberechtigte Wort-Bild-Collage über eine Gesellschaft im Umbruch, Archiv und Wunderkammer für daheim, zum Lesen, Erkunden, Stöbern, Auf-Spurensuche-Gehen.

Alexander Camman, Die Zeit 

 

Die aufklärerische Leistung dieses schweren Brockens von Buch kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Mark Siemons, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung


Das Jahr 1990 freilegen
Spector Books
Jörn Dege, Mathias Zeiske und Jan Wenzel (Hg.)
Das Jahr 1990 freilegen
Softcover
592 Seiten
Format 24,3 x 33,5 cm
Preis36,00 EUR
ISBN978-3-95905-319-8

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